Inhalt

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hr Leben könnte gegensätzlicher nicht sein: Der junge Adelige Valentin wächst im Prunk und Luxus der Wolkentürme auf, von Kindesbeinen an dazu erzogen, einmal seinen Vater, den mächtigen Panarchen, zu beerben. Elster ist ein Kind der Schluchten – groß geworden in den endlosen Wäldern und seit ihrer Geburt dazu verpflichtet Frondienste zu leisten und den Türmen zu dienen. Doch beide Völker eint dasselbe Schicksal: Es werden immer weniger Kinder geboren und niemand kennt die Ursache für das langsame Sterben.

Om, das allwissende Prinzip und Oberhaupt der Schluchter, und der Panarch, Herrscher der Türme, entsenden nun ausgerechnet Valentin und Elster auf eine gemeinsame Mission – angeblich auf der Suche nach dem legendären „Turm Null“ sollen sie den Grund für die schleichende Tragödie finden und auch beseitigen.

Melania ist ein Schluchtermädchen, das im Turm Karriere macht. Von der einfachen Küchenhilfe hat sie es bis ins Bett des obersten Herrschers – des Panarchen – geschafft und seine ehemalige Favoritin abgelöst. Dass sie heimlich den „Nullern“ zuarbeitet (einer Widerstandsgruppe, die einer Legende folgend den „Ewigen König“ erwecken will, der die Türme zu Fall bringen soll) ahnt niemand.

Während sich Valentin und Elster mit weiteren Begleitern (darunter Elsters magiebegabte Schwester Winter und der mysteriöse und scheinbar alterslose „Steuermann“) auf den Weg in die Wälder machen, spinnt Melania im Turm ihre Ränke. Mit ihrer Hilfe gelingt es den Nullern tatsächlich, eine Revolution gegen die herrschende Elite anzuzetteln und den Panarchen zu Fall zu bringen.

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m Chaos des Umsturzes verschieben sich die Fronten: Während sich Elster und Valentin mit ihren Gefährten auf der Suche nach dem geheimnisumwitterten „Turm Null“ immer tiefer in einen Strudel aus Lügen, Legenden und überraschenden Gefühlen verstricken, muss Melania erkennen, dass Angst in Gewissheit und Hass in Liebe umschlagen kann – und dass sie selbst weit tiefer mit den Geschicken der Türme verwurzelt ist, als sie es je wahrhaben wollte.

 

Der legendäre „Ewige König“, Turm Null, die Widerstandsbewegung und Elsters und Valentins Mission – alles ist nur Teil eines großen Ganzen, in dessen Zentrum die Gräben zwischen Schluchtern und Türmern bedeutungslos werden.

Am Ende der Reise ist nichts mehr so, wie es war. Die Welt hat sich gedreht, es gibt kein oben und kein unten mehr. Auf dem ehemaligen Staatsschiff des Panarchen – einem großen Luftschiff mit dem Namen „Die Wolkenkönigin“, auf das sich alle Protagonisten geflüchtet haben – reisen Schluchter und Türmer, ehemalige Herrscher und ehemalige Knechte, nunmehr durch familiäre Bande miteinander verstrickt, einer ungewissen Zukunft entgegen.


Susanne Gerdom
Queen of Clouds Die Wolkentürme
Ab 14 Jahren / 512 Seiten
Klappenbroschur
21 cm x 14,6 cm
ISBN Buch: 978-3-8458-0207-7
14,99 € [D], 15,50 € [A], CHF 21,90 inkl. MwSt.
ISBN EBook: 978-3-8458-0374-6
12,99 € [D], 12,99 € [A], CHF 22,00 inkl. MwSt.
Lieferbar ab: 03.09.2014


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Susanne Gerdom

 

 

Susanne Gerdom lebt und arbeitet als freie Autorin und Schreibcoach mit ihrer Familie und vier Katzen am Niederrhein. Sie schreibt seit mehr als einem Jahrzehnt Fantasy und Romane für Jugendliche und Erwachsene.

 

Interview mit der Autorin

Worum geht es in Ihrem Buch „Queen of Clouds“?
QoC ist ein Abenteuerbuch, ein Verschwörungsroman, eine Reise, eine große und zwei kleine Liebesgeschichten, eine optimistische Dystopie und der Versuch, eine Welt zu erschaffen, die ein bisschen anders ist als klassische Fantasy-Welten. Und ich habe ein paar meiner derzeitigen Lieblingsspielzeuge eingebaut, eins davon ist ein fliegendes Schiff.

Wieso eigentlich Fantasy?
Weil ich schon seit ich lesen kann, am allerliebsten Phantastik lese. Ich habe als Kind und Jugendliche die Regale der Stadtbücherei nach allem, was auch nur entfernt fantastisch sein könnte, abgesucht. Ich habe SF verschlungen – und dann kam der „Herr der Ringe“ und es gab auch noch das Etikett „Fantasy“.
Die Liebe ist ungebrochen. Fantastische Literatur aller Spielarten ist das, was mich reizt. Ich habe auch schriftstellerische Ausflüge in den Realismus gemacht, aber dabei fehlt mir immer etwas. Das Fingerschnippen, mit dem man ein Geschöpf aus dem Schrank treten lassen kann, das nicht ganz menschlich ist – oder überhaupt nicht. Das Kaninchenloch, durch das man in eine andere Welt fällt. Die Aufhebung aller Naturgesetze, oder, noch spannender: die Konstruktion von völlig neuen Naturgesetzen. Das Erschaffen ganzer Welten, Kulturen, Sprachen und Spielregeln. Das ist die ungeheure Vielfalt. Realismus ist Parkplatzsuche und zu hohe Wohnungsmieten, Legebatterien und Arbeitslosigkeit, nervende Chefs und quengelnde Kinder, Tierarztbesuche und Multiple Choice-Fragen. Wer will im Ernst und freiwillig Magie und große Gefühle, Zauberei und überraschende Wendungen, Helden und Schurken, Tapferkeit und tollkühne Taten gegen diesen tristen Alltagskram eintauschen?

Wie weit kann man im Genre Fantasy recherchieren?
So weit, wie man Wert auf Konstruktionen legt, die sich realistisch anfühlen. Ich bekomme oft gesagt: Wenn du Magie beschriebst, dann ist es so, als würde sie wirklich existieren und genau so funktionieren. So muss das sein.
Das Gleiche gilt für die Konstruktion von Gesellschaften und Welten. Ich recherchiere gerne alle möglichen exotischen Themen, um sie dann umzumodeln und zu benutzen. Ich recherchiere über Sprachen und wie sie konstruiert sind. Ich benutze möglichst viel real existierende Dinge, um eine Fantasywelt zu schaffen, die natürlich wirkt. Und ich recherchiere für mein Leben gern.

Wann und aus welchem Grund haben Sie zu Schreiben begonnen?
Spät und aus einem eigentlich albernen Grund. Ich habe mir zwar immer schon selbst Geschichten erzählt, ich habe das Ganze nachher im Theater ein wenig ausleben können, aber ich habe nie daran gedacht, etwas aufzuschreiben. Der Knopf ging erst auf, als eine Theaterkollegin mir ein Manuskript zu lesen gab. Das war nicht mal schlecht und ich hatte das Gefühl: Das kann ich auch.
Danach habe ich in drei Monaten mein erstes Buch geschrieben, noch mit dem Zwei-Finger-Suchsystem, und das wurde veröffentlicht. Seitdem schreibe ich, also seit ungefähr 15 Jahren.

Gibt es eine Lieblingsbuchhandlung in der Sie gerne schmökern?
Wenn ich jetzt „Amazon“ sage, werde ich mit Tomaten beworfen, oder? Seit ich nicht mehr in Düsseldorf wohne, sondern auf dem platten Land am Niederrhein und seit die meisten Buchhandlungen eher so was wie Gemischtwarenhandlungen mit ein paar Deko-Büchern sind, hat sich das ohnehin erledigt. Zu Hause kann ich viel besser schmökern. Die Leseproben im Netz, Kundenrezensionen, Bloggerstimmen, die Seiten der Verlage – das ist was für mich. Ich bin ein Netizen.

Was liest Susanne Gerdom eigentlich privat/zum Vergnügen?
Alles. Und meistens, wie schon vor vierzig Jahren, drei Bücher gleichzeitig. Im Moment ist das (zum zweiten Mal) Stephen Hawkings „Kurze Geschichte der Zeit“, Gail Carriger mit dem fünften Band der Parasol-Reihe und der neueste Aaronovitch (die Peter-Grant-Reihe ist großartig.) Auf meinem Stapel für die nächste Runde liegt noch Stephen King, dann ein Buch über Quantenphysik und „Die Bestimmung“ von Roth. Ich lese gerne Krimis, ich mag Jugendbücher und ab und zu muss auch mal ein Klassiker sein, das schult die Sprache und gibt schönen Input fürs Vokabular. ;-)

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